Coaching- Tipp der Woche: Verantwortung als Führungskraft ja - aber wie weit?

Jede zweite Woche geben wir dir in unserem Blog- Beitrag einen Coaching-Tipp an die Hand. Die nächsten 5 Beiträge drehen sich ums Thema "Verantwortung" als Führungskraft. 

Verantwortung als Führungskraft ja - aber wie weit?

Die Grenzen von Job und Lifestyle verschwimmen immer mehr. Schon lange sind die Zeiten passé, als fix von 8.00 - 12.00 und 13.30 - 18.00 gearbeitet wurde. Was heisst das aber für dich als Führungskraft? Das Thema Gesundheit der Mitarbeiter hat unter anderem mit dem Aspekt der Life Balance und der damit einhergehenden Produktivität längst die Führungsetage erreicht. Wo und wie bin ich als Führungskraft kulant, sodass persönliche Bedürfnisse erfüllt, ohne dass die Geschäftsprozesse und entsprechend die Zielerreichung darunter leiden? Ein komplexes Themenfeld, dass es sich lohnt, für dich bewusst anzugehen und eine klare Haltung einzunehmen. Inwieweit fühlst du dich für die Gesundheit deiner Mitarbeiter verantwortlich und wo musst du dich abgrenzen und die Verantwortung abgeben, sprich mit deiner Erwartung den Nährboden schaffen, dass dein Teammitglied seine Aufgaben und Herausforderungen meistern kann. Diese Entscheidung basiert auf einem bekannten Phänomen namens Pygmalioneffekt. Dieses Phänomen beschreibt die positive und starke Korrelation von Erwartung und Leistung. In einem Feld- Experiment in Schulklassen wurde sichtbar, dass die Schülerleistungen, die vom Lehrer mit höheren Erwartungen konfrontiert wurden, sich tatsächlich stark in Richtung der erwarteten Leistung entwickelt haben. Mitleid ist also fehl am Platz. Vielmehr braucht es eine klare Linie und Struktur. So werden Vertrauen und Arbeits- Beziehungen geschaffen, die auch mal eine momentane Ausnahmesituation aushalten.

Eine wirksame Methode, diese Linie bzw. Struktur zu schaffen, sind Zielvereinbarungen. Nimm dabei als Führungskraft ein wenig Tempo raus, es wird sich im Endspurt lohnen. Gib am Anfang lieber genug Zeit, sodass dein Teammitglied seine Ziele auch wirklich bis zum Ende durchdenkt und ein Gefühl dafür bekommt, in welchem Zeitraum er diese ambitioniert, aber realistisch gesehen, umsetzen muss. Bleibe dabei hartnäckig und segne die Ziele erst ab, wenn du sicher bist, dass der grobe Weg zum Ziel im Kopf deiner Arbeitskraft verankert ist.