Glossar

IPC Akademie

A

Abstraktionsniveau:
Ebene im Prozess der Begriffsbildung. Je höher das Abstraktionsniveau, desto allgemeiner ist der Begriff gültig. Bei der Abstraktion werden die wesentlichen Merkmale eines Aspektes hervorgehoben.

Adaption:
Auch: Adaptation. Anpassung der Erregung von Sinneszellen an eine länger vorliegende Reizstärke. Durch Adaption wird eine Verschiebung der Intensitätsschwelle und damit eine optimale Bereichseinstellung eines Sinnesorgans erreicht.

Affekt:
Zeitliche kurze und intensive Gefühlsregung.

affektiv:
Einen Gefühlszustand betreffend. Ein Verhalten wird affektiv genannt, wenn es durch starke Emotionen ausgelöst wird.

affektive Hemmung:
Affektive Hemmung nennt man eine Beeinträchtigung der Wiedergabe von gelernten Inhalten aufgrund des Auftretens starker affektiver Erregungen zwischen Einprägung und Reproduktion eines Lernstoffs.

Affirmation:
Affirmation steht für bekräftigen, versichern, beteuern. Also  Positive Formulierungen, die Denkmuster, das Verhalten und die Stimmung beeinflussen sollen. Affirmationen arbeiten nach der Theorie von ersetzen. Wenn du ein verschmutztes Glas Wasser hast und unter einem Wasserhahn langsam sauberes Wasser einfüllen lässt, dann wird sich das schmutzige Wasser nach und nach mit sauberen ersetzt. Dasselbe Prinzip kann für negativ gedachte Gedanken angewendet werden.

Ähnlichkeitshemmung:
Ähnlichkeitshemmungen sind den Lernprozess störende Überlagerungen zweier einander ähnlicher Lerninhalte.

Akteure:
Als Akteure werden Individuen (z. B. Ratsuchende, Berater) oder Zusammenschlüsse von Personen (z. B. Organisationen, politische Institutionen) bezeichnet, die einen Kontext durch ihr Handeln gestalten. Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure wird die Entwicklung im Beratungsfeld gestaltet.

Aktivierung:
Unter Aktivierung versteht man den Grad der allgemeinen Aufmerksamkeit, welcher durch Reize aus der Umwelt und Vorgänge im Großhirn gesteuert wird.

Alles-oder-Nichts-Lernen:
Mit Alles-oder-Nichts-Lernen bezeichnet man einen plötzlichen Sprung in der Lernkurve von 0 auf das maximale Niveau aufgrund gewonnener Einsicht in einen Lerninhalt.

Alpha-Wellen:
Die Alpha-Wellen signalisieren, dass sich der Hypnotsand  in einer leichten  Trance befindet.  Das sind Wellen mit einer Frequenz von 8-12 Hz.

Altersprogression:
Eine mentale Zeitreise in die Zukunft, so dass man sich selber in der Zukunft sieht um ein bestimmtes Potential in der Zukunft zu erleben.

Altersregression:
Rückführung einer Person in die Vergangenheit im jetzigen Leben, Geburt, Schwangerschaft bis zur Zeugung.

Amnesie:
Das Vergessen von Erlebnissen – Gedächtnis-Inhalten von zeitlichen oder inhaltlichen Erinnerungen.

anale Phase:
Die anale Phase ist nach Freud diejenige Phase der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, in der die Ausscheidungsfunktion und die Manipulation des gesamten eigenen Körpers im Vordergrund stehen. Die anale Phase erstreckt sich durchschnittlich über das zweite und dritte Lebensjahr des Kindes.

Analgesie:
Schmerzlosigkeit, Aufhebung der Schmerzempfindung.

Anästhesie:
Völlige Unempfindlichkeit gegen Schmerz-, Temperatur- und Berührungsreize. Das heisst, den Organismus dazu zu bringen, erzeugten Schmerz nicht zu spüren, die Schmerzleitung wird unterbrochen.

Anatomie:
Die Anatomie ist die Lehre vom Körperbau des Menschen.

Anliegen, Beratungsanliegen:
 
Als Beratungsanliegen bzw. Anliegen der Ratsuchenden werden die von Ratsuchenden benannten oder mit den Ratsuchenden herausgearbeiteten Themen, Fragestellungen oder Problemlagen bezeichnet, die in der Beratung bearbeitet werden sollen. Ein Anliegen kann zu Beginn der Beratung noch vage sein und der Klärung und Konkretisierung bedürfen.

Anliegenstypen:
Das Anliegen eines Ratsuchenden wird im Beratungsprozess ermittelt, es ist immer individuell. Auf einer übergeordneten Ebene können Typisierungen von Beratungsanliegen vorgenommen werden (z. B. Beratung zu einem spezifischen Bildungsinteresse, Beratung an einer bestimmten biografischen Schnittstelle), sofern relevante Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten dies ermöglichen. Solche Typisierungen können u. a. dabei helfen, Beratungsangebote zu konzipieren. Sie können nicht dazu dienen, die individuelle Klärung des Anliegens abzukürzen.

Anspruchsniveau:
Unter dem Begriff Anspruchsniveau wird die Höhe der Ansprüche verstanden, die jemand an seine persönliche Leistung stellt. Ein bestimmter Handlungseffekt wird erst durch das Anspruchsniveau zum Erfolg oder Misserfolg. Das Anspruchsniveau kann sich nach Erfolgs- oder Misserfolgs Erlebnissen verändern.

Armkatalepsie:
Ein Arm kann zum Beispiel stundenlang starr in der Luft bleiben.

Assoziation:
Eine Assoziation ist eine gedankliche Verknüpfung zwischen Begriffen im Gedächtnis. Sie entsteht bei Kontiguität, also dem zeitlich oder räumlich gleichem oder ähnlichen Auftreten von Objekten oder Gedanken.

Aufbau- und Ablauforganisation:
Die Begriffe Aufbauorganisation und Ablauforganisation beziehen sich auf die Strukturen, Hierarchien, Funktionen und Rollen (Aufbau) und die Prozesse (Abläufe) in einer Organisation. Für die Einbettung von Beratungsangeboten in eine funktionierende Organisation müssen beide Perspektiven gestaltet werden.

Aufforderungscharakter:
Aufforderungscharakter ist die Eigenschaft eines Objektes in Richtung einer Handlungsauslösung wirksam zu werden.

Aufmerksamkeit:
Aufmerksamkeit ist eine auf bestimmte Vorgänge oder Gegenstände gerichtete Aufnahmebereitschaft. Sie geht physiologisch mit einem erhöhten Aktivierungsniveau einher.

Augenfixation:
Anstarren eines Objekts das die Augenmuskeln ermüdet und die Neigung in Trance zu gehen, verstärkt.

Autogenes Training:
Autosuggestive Entspannungsmethode zur Beeinflussung autonomer zentralnervöser und psychischer Funktionen, wurde von J.H. Schulz aus der Hypnose entwickelt.

Autohypnose:
Wird auch als Selbsthypnose bezeichnet,  die Selbst-Hypnose ist eine Hypnose, die man selbst einleitet, durchführt und selbst wieder zurück nimmt.

Automatisierung:
Unter Automatisierung wird der Vorgang der wiederholten Ausübung einer Handlung oder Reaktion verstanden, der sich fortsetzt bis die Handlung nicht mehr bewusst gesteuert wird.

Autosuggestion:
Ist eine Selbstsuggestion die man sich selber gibt. Der französische  Apotheker Emile Coué (1857-1926) kann als Begründer der Autosuggestion betrachtet werden. Grundlage für seine Lehre war die Auffassung, dass nicht nur der Wille bedeutsam ist, sondern auch die Einbildungskraft eine grosse Rolle spielt. Die Fähigkeit, an etwas zu glauben, sich Dinge vorzustellen ist die Antriebskraft unseres Handelns. Er setzte das gezielt für seine Therapie ein und konnte erstaunliche Heilerfolge erzielen.

Aversion:
Unter Aversion versteht man die starke Abneigung gegen ein Verhalten, ein Objekt oder eine Person. Eine Aversion kann zu einer Vermeidungsreaktion führen.

B

bedingte Reaktion:
Auch: bedingter Reflex. Man versteht darunter eine Reaktion, die durch die gelernte Verbindung mit einem Reiz bei der klassischen Konditionierung zustande kommt.

Behaviorismus:
Der Behaviorismus ist eine der wichtigsten theoretischen Strömung innerhalb der Psychologie. Vor allem in den USA nahm der Behaviorismus von den 20er Jahren bis ca. 1960 die dominierende Rolle in der psychologischen Forschung ein. Das Augenmerk der Behavioristen lag auf der objektiven Erfassung verhaltensmäßiger Reaktionen auf Reize. Kognitive Prozesse wurden dabei vernachlässigt. Wichtige Vertreter des Behaviorismus sind Watson, Tolman, Hull und Skinner.

Berater Ausbildung:
Gemäss einem Artikel des Zürcher Oberländers vom 24. Dezember 2009 blicken Berater auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Grund, "die Wirtschaftskrise hat gewachsene Strukturen und Prozesse vieler Industriebetriebe über den Haufen geworfen" (Quelle: Zol.ch).

Beratung:
Fördernde Gespräche in Krisenzeiten und schwierigen Lebenssituationen für Einzelne, Paare und Familien. Siehe auch Begriff Coaching.

Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung:

Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung umfasst verschiedenste Beratungsangebote, um Menschen jeden Alters über ihre Möglichkeiten in Bildung und Beruf zielgenau und individuell zu informieren sowie Individuen dabei zu helfen, sich in der Vielfalt der Möglichkeiten zu orientieren, eigene Fähigkeiten zur Selbstorganisation zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und Zukunftsoptionen zu bestimmen und zu entwickeln. Dabei lässt sich das Beratungsfeld durch verschiedene Merkmale strukturieren, z. B. entlang des gesamten Lebenslaufs, anhand verschiedener Übergänge, für unterschiedliche Zielgruppen, in verschiedenen Formaten, gefördert im Rahmen verschiedener institutioneller Kontexte, getragen von unterschiedlichen Organisationen 

Beratungsanbieter:

Als Beratungsanbieter werden im Rahmen von BeQu alle Organisationen bezeichnet, die als Kernleistung oder als Teil ihres Leistungsspektrums Beratung im Kontext von Bildung, Beruf und Beschäftigung anbieten. Die organisationalen Bedingungen (Größe, Feldspezifik, Breite des Angebots, Auftrag, Geschäftsmodell etc.) können sich erheblich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Auch freiberuflich tätige Beratende gelten in diesem Sinne als Beratungsanbieter.

Beratungsangebot:

Als Beratungsangebote werden in diesem Kontext die von einer Organisation vorgehaltenen und bekannt gemachten Möglichkeiten zur Beratung bezeichnet. Beratungsangebote konstituieren sich aus Faktoren wie Beratungskonzept, Auftrag und Zielen, Beratungsformen, vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen. Beratungsangebote beschreiben die Möglichkeiten und Begrenzungen, innerhalb derer Beratungsanliegen bearbeitet werden können.

Beratungskonzept:

Als Beratungskonzept werden die wichtigen und für die Beratung konstitutiven Aspekte wie Zielgruppen der Beratung, potenzielle Anliegen und Ziele der Ratsuchenden, Leitbild und Ziele des Angebots, Leistungsversprechen des Angebots, zeitliche, räumliche und mediale Merkmale des Angebots, zugrunde liegende Beratungsansätze und Methoden, Profile und Kompetenzen der Beraterinnen und Berater u. a. in einem schlüssigen Zusammenhang dargestellt. Im BeQu-Modell ist die Beschreibung des Beratungsangebots ein zentrales Element des QER und eine Anforderung in den QMM.

Beratungsprozess:

Ein Beratungsprozess ist ein interaktives Geschehen, bei dem eine Beraterin oder ein Berater zusammen mit einem oder mehreren Ratsuchenden ein für die Ratsuchenden relevantes Anliegen bearbeiten. Die Beratenden gestalten die Interaktion aktiv und nutzen prozessbezogene, methodische und fachliche Kompetenzen, um das Anliegen der Rat- suchenden möglichst nutzbringend zu bearbeiten. Die Ratsuchenden sind dabei aktive Interaktionspartner. Beratung unterstützt Ratsuchende dabei, in höherem Maße selbst- organisiert zu handeln. Beratungsprozesse sind nicht linear und prinzipiell ergebnisoffen, aber dennoch ziel- und ergebnisorientiert. Die Gestaltung solcher Prozesse verlangt hohe Kompetenz und Professionalität

Berufliche Weiterbildung:
Wer sich weiterbilden lassen will, muss sich insbesondere bei länger dauernden Schulen im Vorfeld sehr gut über das Angebot informieren. Ein Coach begleitet bei einer allfälligen beruflichen Weiterbildung, und hilft Stärken und Schwächen aufzudecken, damit die richtige Weiterbildung absolviert wird.

Beta-Wellen:
Die Beta-Wellen signalisieren, dass sich der Hypnotisand in einem Wachzustand, bei erhöhter Aufmerksamkeit oder Konzentration befindet. Das sind Wellen mit einer Frequenz von 13-30 Hz.

Beteiligung:

Im BeQu umfasst das Verständnis von Qualität die Berücksichtigung der Perspektiven und Interessen möglichst aller betroffenen Akteure. Beteiligung im Sinne von Mitwirken und Mitbestimmen dient dabei der Verschränkung von Perspektiven und der Akzeptanz der Ergebnisse. Beteiligung soll auf allen Ebenen (international, national, regional und lokal) und quer zu verschiedenen Teilfeldern der Beratung ermöglicht werden

Bewertung, Qualitätsbewertung:
Bewertung bezeichnet hier den Vergleich von Qualitätsanforderungen und ermittelten (gemessenen, erfassten) Ergebnissen. Die Bewertung solcher Ergebnisse ist die Basis für die Ableitung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung.

Bewusstsein:

Der unserer Psyche, mit der wir bewusst aufnehmen, analysieren, denken und Entscheidungen treffen, Vorgänge und Zustände die wir an und in uns selbst bewusst beobachten können und unserem Gedächtnis und Willen direkt zugänglich sind.

Biofeedback:
Biofeedback ist eine Rückmeldung biologischer Vorgänge, die der unmittelbaren Bewussten Wahrnehmung nicht zugänglich sind. Es gibt verschieden Methoden, sei es mit Geräten, mit dem Muskeltest wie wir es von der Kinesiologie her kennen, oder der idemotorischen Abfrage in Hypnose. Biofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode und wird vielmals im Sport, in der Medizin, wie auch in der Psychologie erfolgreich angewendet.

Braid:
James Braid (1759 – 1960) war ein schottischer Arzt und Chirurg und er hat den Begriff Hypnose (1841) geprägt. Die Hypnose an und für sich ist eine uralte Methode. Wir wissen seit Braids versuchen (1841), dass sich ein Hypnose-Zustand ohne jede Aussenbeeinflussung ausbilden kann. Weiterhin, dass auch die Beeinflussung von aussen nur einen Anstoss zur Hypnose darstellt, dass aber die Hypnose eigentlich immer von selbst entsteht und daher im Grunde eine Selbsthypnose ist.

Brainstorming:
Mit Brainstorming wird die zunächst kritiklose Sammlung spontaner Ideen in einer Gruppe bezeichnet. Das Brainstorming ist eine wichtige Technik bei Problemlöseprozessen in Gruppen.

Briefhypnose:
Die Briefhypnose ist eher eine veraltete Methode im Zeitalter anderer technischen Möglichkeiten wie Mp3- oder CD`s Players. Im weitesten Sinne ist die Briefhypnose auch eine verbale Methode, da ja das geschriebene Wort ja auch Vorstellungsinhalte wachrufen kann. Nicht zu unterschätzen ist die unglaubliche Macht dieser Methode, davon gibt es genügend klassische Beispiele aus der Werbung, die ja erwiesener Weise unglaubliche Erfolge erzielt.

Burn-out vorbeugen oder verhindern:
In den letzten Jahren hat sich das Krankheitsbild "Burnout" zunehmend verbreitet. Leider sind in der heutigen Zeit alle Berufe von Burnout betroffen. Das Berufsleben wird immer hektischer und die beruflichen Herausforderungen nehmen zu. Wer in Gefahr eines Burnouts steht oder eines hat, sollte sich unbedingt einem professionellen Coaching unterziehen.

Businesscoach:
Ein Businesscoach konzentriert sich in erster Linie auf Firmen (Business Coaching). Private Personen werden nicht betreut.

C

Carl Gustav Jung:
Carl Gustav Jung (1875-1961) trat dem Basler Zweig der Schweizer Studentenverbindung Zofingen bei und entdeckte seine Fähigkeit, Menschen durch Überzeugungskraft und Originalität seiner Ideen zu beeinflussen. Bezeichnenderweise lautete der Titel des ersten Vortrages, den er in der Zofingen hielt, “über die Grenzen der exakten Wissenschaften”, in welchen er die Wissenschaftler für ihren starren Materialismus kritisierte.
In einem weiteren Vortrag diskutierte er die Hypothese, dass die Seele, obwohl immateriell und ausserhalb von Raum und Zeit existierend, trotzdem empirisch erforscht werden könnte, und zwar durch das Studium von Hypnose, Somnambulismus und medialer Kommunikation. Seine Vorträge stiessen auf reges Interesse und lösten lebhafte Diskussionen aus. Er war entschlossen, seine Ideen selbst einer Prüfung zu unterziehen, und begann noch als Student.
Die Detailgetreuen Beobachtungen, die er im Verlauf von zwei Jahren gesammelt hatte, bildeten später die Grundlage für seine Doktorarbeit “Zur Psychologie und Pathologie sogenannter okkulter Phänomene”, die er 1902 an der Basler Universität vorlegte.
Quelle: Spektrum Meisterdenker Anthony Stevens

CBT:
Computer-based Training - Die verschiedenen Begriffe Computer-based Training, Computerunterstütztes Lernen und Computerunterstützter Unterricht bezeichnen alle das Lernen mit dem Computer. Sie werden mehr oder weniger bedeutungsgleich (mit Schwerpunktverschiebungen) verwendet.

Charcot J. M.:
Jean Martin Charcot (1825-1893) Professor der pathologischen Anatomie, erhielt 1882 eine persönliche Professur für Neurologie. Er war der Lehrer Freuds und er kam zu der abseitigen Annahme, dass Hypnose eine “künstliche Hysterie” sei. Die Versuchspersonen für seine Experimente waren seine Patienten aus seiner Klinik Salpêtrière, die dort wegen schwerer Hysterie stationiert waren. Seine Theorie war völlig falsch, da die schwerstpathologischen Patienten auch nur pathologisch reagieren konnten und in Hypnose in gänzlicher Weise hysterische Phänomene darboten. Die Hypnose ist beim ganz normalen Menschen eine äusserst wohltuende tiefe Beruhigung, hat also rein und gar nichts mit Hysterie zu tun.
Charcot stand in scharfen Gegensatz zu “Nancy-Schule”, die hauptsächlich mit normalen Menschen und Charcot meistens mit schwer psychisch kranken Menschen arbeitete. Trotz seines Fehlschlusses war Charcot ein bedeutender Vorkämpfer in der Hypnoseforschung.
Charcot bediente sich mehrere unterschiedliche Hypnose-Methoden, unter anderem auch eine Abwandlung der Methode von Braid. Hierbei wurden Glasstücke dicht an die Nasenwurzel des Patienten gehalten. Er verwandte auch Mesmers Streichmethode. In der Hauptsache aber wurde er bekannt durch seine Faszinationstechnik. Wenn eine Schlange ihr Opfer durch anstarren lähmt, so ist dies ein durch Faszination hervorgerufener hypnotischer Zustand. Etwas Ähnliches geschieht, wenn ein Mensch vor Schreck erstarrt. Auch das ist ein hypnotischer Zustand. Charcot nutzte diesen Umstand zur Hypnose aus. Er verwandte unter anderem explodierende Schiessbaumwolle und das aufflammende starke Kalklicht und erschreckte auf diese Weise die Patienten, die dann in eine hypnotische Trance fielen.

Chloroform:
War früher als Inhalatiosanästhetikum verwendet worden und löste die Hypnose-Anästhesie wie sie der englische Chirurg James Braid vor 1848 anwandte gänzlich ab.

circadianer Rhythmus:
Darunter wird die 24-stündige Schlaf- und Wachrhythmik des Menschen verstanden. Mit ihr gehen periodische Schwankungen des Aktivierungsniveaus einher.

Clusteranalyse:
Die Clusteranalyse ist eine der Faktorenanalyse verwandte statistische Auswertungsmethode zur Gruppierung von Variablen aufgrund von Interkorrelationen.

Coaching Methoden / Tools:
Coaching-Tools sind Methoden, Techniken, Instrumente und Konzepte oder Werkzeuge, mit denen Coachs arbeiten.

Coaching Methoden:
Methoden und Techniken des Coachings. Mit Coaching Methoden sollen die persönliche und berufliche Leistungsfähigkeit erhöht und Blockaden überwunden werden.

Coaching Tool:
Tools (Tests etc.), die den Coach bei seiner Tätigkeit unterstützen.

Coaching:
Coaching ist eine ganzheitliche Beratung vor dem Hintergrund beruflicher oder persönlicher Fragen, die das Ziel verfolgt, die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten optimal zu nutzen. Durch Coaching erweitern Menschen ihre Sichtweise, legen kreative Kräfte frei und finden Zugang zu neuen kreativen Lösungen.

Code:
In der Informationstheorie eine Vorschrift, wie die zu verarbeitenden Zeichen bzw. ihre Bedeutung (Idee) durch sogenannte Codezeichen (sprachliche Übermittlung) darzustellen sind.

Cortex:
Anatomische Bezeichnung für die Großhirnrinde

D

Dauerhypnose:
Hinweise Steiners und anhand EEG-Besonderheiten lassen darauf schliessen, dass die gesamte Kindheit in einer Art Dauerhypnose stattfindet, je jünger desto tiefer. Deshalb sind Erziehungsmassnahmen bei Kleinkinder Suggestionen in Hypnose gleichzusetzen.

deprivieren:
Jemandem etwas dauerhaft entziehen oder vorenthalten (soziale Deprivation)

Didaktik:
Die Didaktik befasst sich als Disziplin der Pädagogik mit der Lehrzielformulierung, der Auswahl der Unterrichtsinhalte und der adäquaten Lehrmethode.

Differenzierung:
Um der Breite und Vielfalt des Beratungsfeldes gerecht zu werden, wird es   zumindest teilweise nötig sein, einzelne Qualitätsmerkmale feldspezifisch auszudifferenzieren. Dies kann entweder in einem Teilfeld (z. B. durch einen Zusammenschluss von Anbietern) oder auch organisations- bzw. angebotsspezifisch erfolgen.

Diplom:
Ein Diplom ist die schriftliche Bestätigung, dass eine Ausbildung / Weiterbildung absolviert wurde. Ein Diplom sagt nicht unbedingt etwas über die Leistung aus, insbesondere dann nicht, wenn kein Abschlusstest mit einer Benotung durchgeführt wurde. Ein Diplom ist aber wichtig wenn man sich für eine neue Stelle bewirbt. Damit wird auch das Interesse an Weiterbildung belegt, sprich man will "up to date" sein. Beispiel einer Akademie im Bereich für ein Diplom in der Psychologie.

Dritte:
Als „Dritte“ oder „dritte Parteien“ werden in den Qualitätsmerkmalen solche Akteure bezeichnet, die zwar nicht direkten Anteil an der Beratung nehmen, die jedoch ein Interesse an der Beratung haben (indem sie z. B. die Zielstellung für ein Beratungsangebot mitdefinieren).

E

Eingebettete Suggestionen:
Während der Hypnose werden Wörter, Phrasen und Metapher verwendet, um die Suggestionen an das Unterbewusstsein zu verstärken.

Einsichtslernen:
Beim Einsichtslernen oder Lernen durch Strukturierung geht es im Gegensatz zum Verknüpfungslernen um das Lösen neuartiger Probleme. Einer Periode von Probierhandlungen, in denen Vermutungen über die Struktur eines Problems überprüft werden, folgt eine plötzliche Lösung durch Einsicht. Der Lernerfolg zeigt sich also als Lernsprung.

Einstellungen:
Einstellungen sind seelische Haltungen gegenüber einer Person, einer Idee oder Sache mit unklarer Beziehung zum tatsächlichen Verhalten.

Einzelcoaching:
Ein zielorientierter Prozess bei dem die Selbstreflexion geschärft und die persönliche Entwicklung gefördert wird. Die Beratung wird auf spezifisch auf die ratsuchende Person ausgerichtet, die dadurch an innerer und äusserer Sicherheit gewinnt. Beispiel eines Anbieters von Einzelcoaching.

ekphorische Hemmung:
Negative Beeinflussung der Reproduktion früher gelernter Inhalte durch die Einprägung neuen Lernstoffes kurz vor der Wiedergabe.

Emilé Coue (1857-1926):
Emilé Coue verwendete ab 1898 Autosuggestionen zu Heilzwecken.

emotional:
Das Gefühl betreffend. Emotionalität bezeichnet die individuelle Eigenart des Gefühlslebens, der Affektsteuerung und der Affektverarbeitung.

Entwicklungspsychologie:

Die Entwicklungspsychologie ist eine Grundlagendisziplin der Psychologie, die Entwicklungsaspekte des Denkens, Fühlens und Handelns des Menschen bzw. deren intra- und interindividuellen Unterschiede über die gesamte Lebensspanne hinweg beschreibt und erklärt.

Epilepsie:
Erkrankung des zentralen Nervensystems, die von krampfartigen Anfällen geprägt ist.

Epyhypnose:
Ist das Selbe, wie eine Posthypnose oder einen posthypnotische Suggestion. Eine in Hypnose erteilte Suggestion oder Signal, die das Verhalten der Person nach der Hypnose-Sitzung beeinflussen soll. Posthypnotische Suggestionen sollen zu einem späteren Zeitpunkt, also nach der Hypnose-Sitzung wirksam werden. Es soll also nach der Hypnose-Sitzung die gewünschte Veränderung herbeigeführt werden.

Ergebnisse von Beratung:
Als Ergebnisse im hier relevanten Kontext werden die direkt am Ende einer Beratung vor- liegenden Resultate bezeichnet, also z. B. im Prozess gewonnene Informationen, getroffene Vereinbarungen, die Zufriedenheit der Ratsuchenden direkt am Ende der Beratung.
„Ergebnis“ ist im Zusammenspiel mit „Wirkung“ und „Nutzen“ ein wichtiges Konzept für die Evaluation von Beratung.

Erregungsniveau, level of arousal:
Das Erregungsniveau bezeichnet die Höhe der momentanen physiologischen Erregung oder Aktivierung. Das Erregungsniveau hängt nach dem Yerkes-Dodson-Gesetz mit der Aufgabenleistung U-förmig zusammen.

Ethologie:
Ethologie ist Verhaltensforschung, also die Erforschung der Gesetzmäßigkeiten bei den Verhaltensweisen von Organismen.

Evaluation:

Allgemein bedeutet Evaluation oder auch Evaluieren die „Bewertung einer Handlung bzw. der Ergebnisse oder Wirkungen einer Handlung. Evaluation ist dabei gekennzeichnet durch eine methodisch kontrollierte, auf einen besonderen Verwendungszusammenhang bezogene Form des Sammelns und Auswertens von Informationen“ (Kromrey 2000: 22). Unter Evaluation der Beratung wird im hier relevanten Kontext die Bewertung des Beratungsprozesses, der sie einschließenden Programme, Maßnahmen und Angebote, Ergebnisse und Wirkungen sowie der durchführenden Organisationen verstanden.

Executive Coaching:
Coaching von Führungskräften. Executive Coaching hat das Ziel, dass Führungskräfte ein neues Bewusstsein für ihre Aufgaben, ihre Rolle und ihre Führungsverantwortung entwickeln. Beispiel Executive Coaching Anbieter.

explizites Lernen:
Explizites Lernen erfolgt, wenn der Lernprozess geplant ist, der Lerninhalt bewusst eingeprägt wird bzw. die Lernziele ausdrücklich festgelegt sind. (vgl. implizites Lernen)

extrinsisch:
Von außen kommend. Bei extrinsischer Motivation ist dem Lernziel willkürlich eine Belohnung zugeordnet. (vgl. intrinsisch)

F

Feldexperiment:
Ein Feldexperiment ist ein Experiment, das unter natürlichen Bedingungen, d.h. Bedingungen, unter denen sich das Forschungsobjekt auch außerhalb einer experimentellen Untersuchung aufhält, durchgeführt wird.

Forensische Hypnose:
Die Hypnose im forensischen Bereich dient der Aufklärung von Kriminalfällen bei Zeugenbefragungen. Bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis der Genauigkeit von Erinnerungen, die unter Hypnose hervorgerufen werden. Die forensische Hypnose ist daher recht umstritten.

Format, Beratungsformat:
Beratung findet im Kontext von Bildung, Beruf und Beschäftigung in unterschiedlichen Formaten statt. Das Beratungsverständnis, das BeQu zugrunde liegt, umfasst alle diese Beratungsformen: für Einzelne und Gruppen, in Präsenz und als Online- oder Telefonberatung. In all diesen Formaten gelten dieselben grundlegenden Qualitätsmerkmale.

Franz Anton Mesmer:
Franz Anton Mesmer (1743-1815) war ein deutscher Arzt der hauptsächlich in Wien und Paris praktizierte. Er schrieb im Jahr 1766 das Buch “Vom Einfluss der Sterne und Planeten auf den menschlichen Körper”, daraus entwickelte er das Konzept des animalischen Magnetismus – die Vorstellung, dass die Planeten eine unsichtbare astrale magnetische  Wirkung nicht nur auf die Weltmeere, sondern auch auf die Menschen, Pflanzen und Tiere habe.
Er behauptete, dass eine ungünstige Verteilung dieses Magnetismus im menschlichen Körper alle möglichen Krankheiten auslösen könne. Franz Anton Mesmer stellte fest, dass er mit Hilfe von Magneten oder mit seinen blossen Händen kranken Menschen helfen konnte. Er strich mit Magneten oder seinen Händen über gewisse Körperteile, seine Patienten fielen während dieser magnetischen Behandlungen in einen hypnotischen Zustand. Mit dieser Methode hatte er sehr grosse Heilerfolge, seine Behandlungen waren so beliebt, dass ganze Menschenmassen zu ihm strömten unter anderem auch die Familie Mozart.
Mesmers Ruf wurde arg gestört, als man ihm einen Skandal im Zusammenhang mit einem blinden Mädchen anhängen wollte. Er wurde als Scharlatan verschrien und er verliess darauf Wien nach Paris, wo er ebenfalls eine magnetische Praxis eröffnete.  Hier praktizierte er sehr erfolgreich, die Schulmedizin sah in ihm einen zu grossen Konkurrenten und akzeptierten seine Erfolge nicht.
1780 setzte der französische König eine Kommission ein, um die mesmerischen Heilerfolge unter die Lupe zu nehmen. Diese befand, dass die magnetischen Phänomene auf Einbildung beruhten, zweifelten aber seine Erfolge nicht an. Die Französische Revolution setzte Mesmers Praxis ein Ende.

Freiheitsgrad:
Freiheitsgrade bezeichnen in der Statistik die Zahl der im Rahmen eines Systems frei wählbaren Werte k-1 innerhalb einer Menge von k Beobachtungen.

Frequenz:
Die Frequenz ist ein Maß für die Häufigkeit des Auftretens regelmäßig wiederkehrender Reize pro Zeiteinheit.

G

Gefühle:
Bewertung von Situationen und Ereignissen hinsichtlich der Ziele einer Person

gelernte Hilflosigkeit:
Gelernte Hilflosigkeit bezeichnet das generelle Ausbleiben von Reaktionen eines Organismus infolge der Verabreichung von aversiven Reizen, die nicht kongruent und damit unkontrollierbar waren.

Generalisierung:
Generalisierung bezeichnet die Tatsache, dass gelernte Verhaltensweisen nicht nur durch die im Lernprozess gekoppelten Reize ausgelöst werden können, sondern auch durch ähnliche Reizsituationen.

genitale Phase:
Die genitale Phase ist nach Freud die Phase der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, in der sich das Interesse unter anderem den eigenen Sexualorganen zuwendet. Sie wird auch ödipale Phase genannt und ist etwa dem 4. und 5. Lebensjahr zugeordnet.

H

heterogen:
uneinheitlich, gemischt, ungleichartig

homogen:
gleichartig, einheitlich

Homöostase:
Homöostase meint die Gesamtheit der Wirkungen, die für die Konstant Haltung bestimmter physiologischer Größen verantwortlich ist. Sie bringt ein System in ein Fließgleichgewicht.

Hypermnesie:
Hypermnesie tritt meistens in einer leichten Trance auf und sind Erinnerungen von lebhaften oder vollständigen Erlebnissen, die in Vergessenheit geraten waren. Das ist ein guter Zustand um das Aufarbeiten von seelischen Blockaden.

Hypnoid:
Bewusstseinslage mit erheblichen hypnotischen Anteilen, dem Schlaf bzw. der Hypnose ähnlich

Hypnose:
Durch bestimmte Reize (zum Beispiel verbale Suggestionen, Geräusche Musik etc.) hervorgerufener Zustand der Bewusstseinsveränderung mit Eingebung der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins, Minderung des Realitätsbezug unter gesteigerter Suggestibilität.

Hypnotherapie:
Dient zum Zweck der Therapie; eine anerkannte alternative Heilmethode

Hypnotisand:
Die Person die hypnotisiert werden soll

I

Ideomotorik:
Signale die vom Unterbewusstsein direkt an die Muskeln gesandt werden.

Ideomotorische Reaktion:
Eine ideomotorische Reaktion ist, wenn sich die Muskeln einer Person unwillkürlich bewegen.

Imagination:
Innere bildhafte Vorstellung, bildhaft anschauliches Denken.

implizites Lernen:
Beim impliziten Lernen sind Lernziele und Lernablauf nicht bekannt bzw. nicht bewusst. Das implizit Gelernte kann abgerufen werden, obwohl die Aufmerksamkeit während des Lernvorgangs nicht darauf gerichtet war.

Indikatoren:
Als Indikator wird ein überprüfbarer (messbarer, erfassbarer) Sachverhalt im Zusammen- hang mit einem Qualitätsmerkmal bezeichnet. Ein Indikator deckt nicht das gesamte Merkmal ab, sondern bildet einen Teilausschnitt dessen ab, was das Merkmal bezeichnet. Damit ist ein Indikator ein „Anzeiger“ oder Repräsentant für einen bestimmten Sachverhalt (z. B. ein Qualitätsmerkmal). Ein Indikator gestattet nur mit Wahrscheinlichkeit, auf das Merkmal insgesamt zu schließen. Mit der Auswahl der Indikatoren wird bestimmt, wie umfassend ein QMM überprüft wird/ werden kann. Die ausgewählten Indikatoren sollen darum möglichst umfassend den QMM abbilden. Indikatoren müssen durch ein angebbares und nachprüfbares Mess- oder Erhebungsverfahren empirisch gemessen/erhoben werden können.

Induktion:
Die Induktion ist dafür verantwortlich, wo der Hypnotisand in den Trancezustand versetzt wird, also die Einleitung der Hypnose.

Inferenzstatistik:
Die Inferenzstatistik beschäftigt sich mit der Prüfung von Hypothesen. Aufgrund einer Prüfverteilung wird von den Kennwerten einer Stichprobenverteilung auf die Populationsparameter geschlossen.

Input-, Prozess-, Output/ Ergebnisfaktoren:
Ein QMM, ein Standard oder auch ein einzelner Indikator kann als ein input-, prozess- und/oder ein ergebnisbezogener Faktor definiert werden. Die meisten der vorgeschlagenen QMM und Indikatoren können sinnvoll für mehr als eine der Perspektiven herangezogen werden. Ein Beispiel für einen inputbezogenen Indikator wäre die Bereitstellung der für den Beratungsprozess erforderlichen Infrastruktur. Die Gewährleistung von Transparenz während der Beratung ist ein prozessbezogener Indikator. Die Verbesserung der Selbsteinschätzung, der Übergang in eine Bildungsmaßnahme oder die Aufnahme einer Beschäftigung sind Beispiele für Ergebnisse (Output), zu denen eine Beratung beigetragen hat.

instrumentelle Konditionierung:
Auch: operante Konditionierung. Es werden Reaktionen mit Bekräftigungen in Verbindung gebracht. Verhalten wird also belohnt und kann damit bei mehrmaliger Verstärkung dauerhaft aufrechterhalten werden.

Intelligenz:
Unter Intelligenz wird nach WECHSLER die Fähigkeit verstanden, vernünftig zu denken, zweckvoll zu handeln und sich effektiv mit seiner Umgebung auseinanderzusetzen.

Interaktivität:
Ein oft im Zusammenhang mit Multimedia genannter Begriff. Gemeint ist die Interaktion zwischen Mensch und Computersystem, insbesondere die Möglichkeit des Anwenders, den Ablauf des Programmes zu beeinflussen. Im Allgemeinen herrscht Übereinstimmung in der Annahme, dass Interaktivität die Attraktivität von Programmen beeinflusst und das Lernen fördert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit:
Interdisziplinäres Handeln bezeichnet die Verschränkung des Wissens verschiedener Disziplinen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit bezeichnet die Anforderung an die Beratung, von Fall zu Fall durch die Kooperation professioneller Praktiker aus verschiedenen Disziplinen (z. B. Psychologie, Pädagogik, Soziale Arbeit) Wissen zu verschränken, um eine optimale Beratung und Betreuung zu gewährleisten.

Interferenz:
Gegenseitige Überlagerung mehrerer Vorgänge. Beim Lernen entstehen durch Interferenzvorgänge Hemmungen der Gedächtnisvorgänge.

intermodal:
Bezeichnung von Prozessen bei denen mehrere Sinnesmodalitäten beteiligt sind.

Intimität:
Vertrautheit, enge Verbundenheit, Privatheit

intrinsisch:
Von innen kommend. Die intrinsische Motivation setzt sich zusammen aus der Leistungsmotivation, Aufgabenanreizen, dem Erreichbarkeitsgrad und dem Neuigkeitsgrad einer Aufgabe. Sie ist auf Dauer effektiver als extrinsische Motivation.

K

Karriere Coaching:
Bei einem Karriere-Coaching hilft ein Coach oder Berater, dem Klient Entscheidungsgrundlagen zu sammeln und aufgrund dieser Daten und Einschätzungen des Coaches die berufliche Laufbahn zu planen. Karriere-Coaching ist für Menschen die, ihre Karriere positiv beeinflussen wollen, einen Berufswechsel ins Auge fassen, mit ihrem jetzigen Job unzufrieden sind, betreffend der aktuellen Laufbahn unsicher sind, wieder ins Berufsleben einsteigen wollen etc. Karriere Coaching Tipps.

Katalepsie:
Katalepsie ist eine Gliederstarre vereinzelter Körperteile oder des gesamten Körpers.

Kataleptische Brücke:
Unter Umständen gesundheitsschädliches Showhypnoseelement.

Kategorisierung:
Kategorisierung bedeutet Objekte in Untergruppen oder Begriffsklassen einzuteilen. In der Sozialpsychologie gilt die Kategorisierung als eine Ursache für die Entstehung von Stereotypen.

kausal:

Bei einer kausalen Verknüpfung besteht ein eindeutiger Ursache-Wirkung-Zusammenhang.

Kinästhesie:
Kinästhesie ist die Wahrnehmung der Bewegung von Körperteilen.

klassische Konditionierung:
Bei der klassischen Konditionierung findet eine Koppelung eines unspezifischen Reizes (z.B. Glockenton) mit einem für eine Reaktion (z.B. Speichelfluss) spezifischen Reiz (z.B. Nahrung) statt. Nach einer gewissen Anzahl von Wiederholungen, reagiert der Organismus auf den unspezifischen Reiz wie auf den spezifischen.

KMU Coaching:
KMU ist die Abkürzung für Klein und Mittlere Unternehmen. KMU Coaching bedeutet also, dass das Coaching spezifisch auf diese Unternehmensgrössen ausgerichtet ist.

Kognition:
Prozess, durch den ein Lebewesen Kenntnis von einem Objekt erhält bzw. sich seiner Umwelt bewusst wird. Kognitionen sind Produkte der Erkenntnis, also erlangtes Wissen.

kognitiv:
die Erkenntnis betreffend

Kommunikation:
Kommunikation bezeichnet den Prozess, in dem eine Person einer anderen eine Idee mitteilt. Die mitteilende Person wird in diesem Prozess als Sender, ihr Kommunikationspartner als Empfänger bezeichnet. Die Idee entspringt dem kognitiven System des Senders. Um die Idee übermitteln zu können, muss sie in ein Zeichensystem übersetzt und anschließend vom Empfänger in das eigene kognitive System transferiert werden. Man spricht von Codierung, bzw. Decodierung.

Kompetenz:
Eine latent vorhandene Verhaltensmöglichkeit oder Leistungsfähigkeit auf einem bestimmten Gebiet. Auch: Sachverstand, Befähigung, Zuständigkeit, Befugnis

Kompetenzprofil:
Im Kontext des Projektes wird für die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung ein Kompetenzprofil entwickelt. Dieses umfasst die für die Beraterinnen und Berater not- wendigen Kompetenzen, um in diesem Feld erfolgreich arbeiten zu können, und basiert auf den im BeQu-Projekt erarbeiteten QMM. Das Kompetenzprofil ist offen für Differenzierungen, z. B. für Teilfelder der Beratung. Das Profil soll u. a. dazu dienen, Aus- und Weiterbildungsprogramme für Beratende zu konzipieren oder existierende Programme einzuschätzen. Das Kompetenzprofil kann auch die Grundlage für die Bilanzierung von Kompetenzen oder für die Rekrutierung von Beratungspersonal bilden.

Koordinierungsprozess, Offener Koordinierungsprozess:
Offene Koordinierung ist eine politische Steuerungsstrategie, die es erlaubt, in einem Prozess Ziele zu setzen und unter Beteiligung möglichst vieler relevanter Akteure gemeinsam getragene Ergebnisse zu erreichen und diese in Folgeprozessen weiterzuentwickeln (vgl. Schiersmann u. a. 2008: 129 ff.). Ziel ist dabei nicht einfach die Kompromissbildung oder das Erreichen des kleinsten gemeinsamen Nenners. Ziel ist vielmehr die Entwicklung einer neuen Ergebnisqualität auf einem hohen fachlichen Niveau und deren mittel- und langfris- tige Absicherung. Darauf ist der Offene Koordinierungsprozess in Anlehnung an die für die EU-Strategie 2020 (im Bereich Bildung und Beschäftigung) zur weiteren Nutzung vor- geschlagene „Open Method of Coordination (OMC)“ ausgerichtet. Offene Koordinierung stellt hier ein innovatives Vorgehen der Weiterentwicklung von Organisationen und Netz- werken dar und kann auch im nationalen Kontext als innovative Form der Governance verstanden werden. Besondere Betonung erhält dabei die intersektorale Ausrichtung, d. h. die Einbeziehung von Akteuren aus allen relevanten Feldern, z. B. Arbeit, Bildung, Jugend, Soziales usw.1, die für einen Themenbereich von besonderer Bedeutung sind.

konditionieren:
Willkürlich eine Reaktion mit einem Reiz verknüpfen bzw. Reaktionen oder Verhaltensweisen verstärken.

Konfabulation:
Das auffüllen von Erinnerungslücken mit Hilfe der Phantasie.

Konformität:
Konformität bezeichnet an den Normen einer Bezugsgruppe orientiertes Verhalten.

Konfusionstechnick:
Einleitung der Hypnose durch Verwirrung – den Zugang zum Unterbewusstsein öffnen.

Kongruenz:
Übereinstimmung verbal und nonverbal.

Konstrukt:
Ein Konstrukt ist eine gedankliche Hilfskonstruktion für eine Variable, die nicht direkt beobachtbar ist (z.B. Angst).

Kontrollgruppe:
Gruppe von Versuchspersonen in einem Experiment, die keiner experimentellen Behandlung unterzogen werden (im Gegensatz zur Versuchsgruppe). Ein Vergleich der Ergebnisse der Kontroll- und Versuchsgruppe ermöglicht Aussagen über den Effekt der experimentellen Behandlung.

Konzentration:
Konzentration ist eine willkürliche Einengung des Aufmerksamkeitsfeldes auf einige wenige Aspekte einer Tätigkeit.

Korrelation:
Eine Korrelation statistisch ermitteltes Maß des Zusammenhangs zwischen zwei Variablen, der jedoch nicht kausal sein muss.

Kreativität:
Kreativität nennt man die Fähigkeit zur Produktion möglichst vieler und brauchbarer neuartiger Einfälle in einem bestimmten Bereich auch unter Abweichung von herkömmlichen Denkschemata.

Kumulieren:
beim Kumulieren wird jeder Wert einer Verteilung zu den niedrigeren Werten hinzuaddiert und aufsummiert.

Kryponäsie:
Unbewusste Erinnerung an ein Ereignis

Kybernetik:
Lehre der Systematik von Steuer- und Regelmechanismen.

L

latent:
verborgen, versteckt, unbewusst vorhanden

Lehrgang:
Ein Lehrgang ist eine, in der Regel mehrwöchige, Ausbildung oder Weiterbildung, die einen bestimmten Lernstoff vertieft. Der Vorteil eines Lehrgangs, die Teilnehmer treffen sich über eine bestimmte Zeit mehrmals, können das Gelernte zwischen den Seminartagen umsetzen und später in den Lektionen im Plenum besprechen. Beispiel einer Ausbildung für einen mehrwöchigen, bzw. mehrjährigen Lehrgang aus dem Bereich der Psychologie.

Leinwandtechnik:
Hypnose-Dissoziationstechnik bei der ein virtueller  Film auf der Leinwand gezeigt wird.

Leistungsmotivation (achievement motivation):
Die Leistungsmotivation ist ein Konstrukt zur Erklärung von intra- und interindividuellen Unterschieden des Leistungsverhaltens.

Leitbild 
In einem Leitbild legt eine Organisation die zentralen Ideen und Grundausrichtungen fest, indem z. B. die zugrunde liegenden Wertvorstellungen, die Kundenbeziehungen, das Führungsverhalten, die Beziehungen zur gesellschaftlichen Umwelt u. a. wichtige Aspekte formuliert werden (vgl. Nötzold 2002: 190). Das Leitbild dient dazu, der Organisation nach außen und nach innen Identität zu verleihen, und schafft eine Grundlage für die Ableitung von Zielen und Strategien wie auch für die Formulierung von Beratungskonzepten und Beratungsangeboten.

Leittexte:
Leittexte sind minimale Hilfen in Form von kurzen schriftlichen Anleitungen beim Selbstorganisierten Lernen. Der Kern eines Leittextes ist die Beschreibung der Schritte und Regeln einer Aufgabe. Durch ihre minimalistische Gestaltung machen sie Selbstreflexionen beim Lerner notwendig.

Lernen:
Lernen wird allgemein definiert als eine relativ überdauernde Veränderung des Verhaltenspotentials durch Beobachtung oder Übung.

Lernkurve:
Graphische Darstellung der Lernzuwächse einzelner Lerndurchgänge beim Verknüpfungslernen (z.B. Silbenlernen)

Lernquellenpool:
Sammlung von Materialien und Medien beim Selbstorganisierten Lernen, aus der der Lerner schöpfen kann. Der Lernquellenpool wird vom Lernberater zusammengestellt, sollte gut strukturiert sein, wird immer wieder überarbeitet und entwickelt sich.

Lernset (learning set):
Emotionale Einstellungsphase beim Lernen, bei der eine Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den Lerninhalt stattfindet.

Libido:
Die Libido ist nach S. Freud die psychische Energie, durch die der Mensch zur Suche nach Lustgewinn aktiviert wird.

Life Coaching:
Life Coaching ist auf alle Menschen ausgerichtet und ist eine Art Lebensberatung, während Business-Coaching mehr auf Verantwortungsträger in Führungsfunktionen betrifft.

Lokomotion:
Die Fortbewegung frei beweglicher Organismen aus eigener Kraft. In der topologischen Psychologie nach K. Lewin eine vom Individuum in einer bestimmten Situation tatsächlich gewählte Verhaltensalternative.

M

Manipulation:
Manipulation ist die Handhabung und Steuerung des Menschen durch geschicktes Ausnutzen seiner Anlagen und Eigenschaften mit dem Ziel, ihn für ihn unmittelbar fremde Ziele zu benutzen.

Matching:
Das Konzept „Matching“ wurde in der beruflichen Beratung lange Zeit mit der Vorstellung verbunden, dass es eine optimale „Passung“ von Persönlichkeitsmerkmalen und möglichen Berufen/Tätigkeiten gibt („Trait und Factor“-Ansatz). Diese Position wird    heute
i. d. R. als vereinfachend und unrealistisch zurückgewiesen.

Menschenbild in der Psychologie:
Das Menschenbild vom Wiener Arzt und Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler war positiv. Sigmund Freud dagegen sprach vom Menschen als triebgesteuertes, voller Aggressionen steckendes, teilweise irrationales Wesen. Alfred Adler, der während ein paar Jahren sogar ein Weggefährte von Freud war, sah im Menschen mehr, er sah weiter und nicht nur den Menschen an, sondern, Adler sah das was der Mensch noch werden könnte.

Menschenbild, reduktionistisches:
Mit dem Begriff „reduktionistisches Menschenbild“ wird hier ein Menschenbild verstanden, das einseitig und interessengeleitet Menschen auf bestimmte Aspekte des Daseins reduziert (z. B. ökonomische Verwertbarkeit).

mental:
geistig, gedanklich

Mentoring:
Die Geschichte aus der griechischen Mythologie machte Schule. In den vergangenen Jahrhunderten war es üblich, dass ältere und erfahrene Männer jüngere Männer in die Gesellschaft und die Arbeitswelt einführten. Unter Mentoring versteht man die Förderung von Personen, meistens Mitarbeiter in einer Organisation durch eine meist ältere, erfahrene Person. Es handelt sich um eine partnerschaftliche Unterstützung zur Förderung und Weiterentwicklung einer Führungskraft. In den USA wurde Mentoring in den 70er-Jahren von vielen grösseren Unternehmen als wichtiges Instrument der Mitarbeiterförderung eingeführt.

Messen:

Verfahren zur Erhebung von Daten, bei dem Objekten Zahlen zugeordnet werden.

Messen, Erfassen:
Mit Messen, Erfassen werden hier alle Verfahren zusammengefasst, die dazu   dienen, Daten über die Praxis bezüglich eines bestimmten Qualitätsmerkmals und der entsprechenden Indikatoren vorzulegen. Neben quantifizierbaren Sachverhalten (z. B. Finanzen, Räumlichkeiten, Dauer, Fallzahlen usw.) müssen vielfach auch qualitative Daten erfasst werden, die dann wiederum Grundlage für Reflexion und Qualitätsentwicklung werden können (z. B. Informationen zu Beratungsangeboten, Transparenz, Rückmeldungen von Ratsuchenden, Ergebnisse von Beratung usw.).

Messmersche Streichung:
Hypnose-Einleitungstechnik bei der durch ein Streichen der Aura Ruhe erzeugt wird.

Milton Erickson (1901 – 1980):
Der amerikanische Arzt und Psychiater Milton Erickson war wohl eine der wichtigsten Figuren im Kampf um die offizielle Anerkennung der Hypnose als Therapieform. Ericksons Methode hat vor allem zwei hervorstechende Merkmale: Permissive Suggestion und indirekte Suggestion durch Metaphern. Allein durch Erzählen von Geschichten brachte Erickson seine Patienten dazu, in Trance zu gehen. Die gewünschten Veränderungen und Heilungen traten wie durch ein Wunder ein.
Seit Erickson wissen wir, dass ein Mensch auch gegen seinen Willen in Trance gehen kann, und dass es gewisse Sprachmuster gibt, die die Trance vertiefen.

Mitarbeiter Coaching:
Wo Menschen zusammen sind entstehen Spannungen. Der tägliche Arbeitsplatz ist so ein Fall. Mit einem Mitarbeiter Coaching können Spannungen frühzeitig aufgedeckt und entsprechende Massnahmen vorgenommen werden. Weiter hilft ein Mitarbeiter Coaching auch, Begabungen aufzudecken und diese zielgerichtet einzusetzen.

Mobbing:
Gemäss Wörterbuch:„Anpöbeln, angreifen, bedrängen, über jemanden herfallen“. Mobbing wird in der Praxis oft am Arbeitsplatz angewendet, jemanden quälen mit der Absicht, sie oder ihn aus der Firma oder ähnlichem zu vertreiben.

Monotonie:
Eintönigkeit. Entsteht bei gleichförmigen, nicht beanspruchenden Tätigkeiten bei gegebener Reizarmut.

Motiv:
Ein Motiv ist ein Konstrukt, das in die Aktivierung und Steuerung von Verhaltensweisen eingreift.

Motivation:
Unter Motivation versteht man einen der Vorgänge, die in die Determinierung des Verhaltens eingreifen. Die Motivation beeinflusst den Aktivierungsgrad des Verhaltens, dessen Intensität, Beständigkeit sowie Richtung.

motorisch:
den Bewegungsapparat betreffend

multidimensionale Verfahren:
Das sind statistische Verfahren der simultanen Mehrfachmessung, die angewendet werden, wenn die zugrunde liegenden Dimensionen eines komplexen, psychischen Phänomens unbekannt oder methodisch nicht separierbar sind.

Multimedia:
Im Allgemeinen wird darunter jede Kombination verschiedener Medien durch den Computer verstanden, als da wären: Text, Standbild, Animation, Film, Musik/Ton, Sprache. Für den Benutzer entsteht ein multisensorischer Eindruck.

multipel:
mehrfach, vielfältig

Multiprofessionelle Beratung:

Multiprofessionelle Beratung bezeichnet Beratungsformate, in denen Ratsuchende Unterstützung aus verschiedenen Perspektiven (Professionen) erhalten.

Muskelenspannungsmethode:
Hypnose-Einleitungstechnik durch Muskel An- und Entspannung.

N

Neobehaviorismus:
Form des Behaviorismus, die die Verhaltenstheorien für möglich erachten, jedoch nicht nur objektiv beobachtbare Variablen und ihren direkten Zusammenhang berücksichtigen. Sind keine beobachtbaren Beziehungen zwischen den Variablen erkennbar, können hypothetische Konstrukte zur Erklärung des Zusammenhanges herangezogen werden.

NLP Coaching:
Neurolinguistische Programmierung (kurz NLP) wurde Anfang der 1970er Jahre an der University of California in Santa Cruz von Richard Bandler und John Grinder als neues Verfahren der Kurzzeit-Psychotherapie entwickelt. Sie definierten NLP als das Studium der Struktur subjektiver Erfahrung und der Folgerungen daraus. Quelle Wikipedia.

NLP:
NLP nach R. Bandler, J. Grindler = Neurolinguistisches Programmieren ist eine Methode  zur positiven und effektiven Beeinflussung der inneren Einstellung und des Verhaltens, die unter anderem Elemente der Gestalt- und Familientherapie und der Hypnose enthält.

Nocebo:
Genauso wie das Scheinarzneimittel (siehe Placebo) die gewünschte Wirkung erzielen kann, ruft der Nocebo-Effekt unter Umständen auch die unerwünschte Nebenwirkung hervor.

Normalverteilung:
Auch: Gauß-Verteilung. Eingipflige, symmetrische Verteilung in Form einer Glockenkurve. Eine Normalverteilung entsteht, wenn die ein Merkmal verursachenden Faktoren zahlreich, voneinander unabhängig und in ihrem Zusammenwirken additiv sind.

Nutzen:
Mit Nutzen ist im hier relevanten Kontext der aus einer Beratungsaktivität resultierende Vorteil für einen individuellen (Ratsuchende) oder kollektiven Akteur (Organisation, Gesellschaft) gemeint. Beispiele für quantifizierbaren Nutzen sind gemessene Einsparung, höhere Einkünfte im Verhältnis zu Ausgaben, Verkürzung der Dauer der Arbeitslosigkeit. Qualitative Nutzen sind u. a. überdauernd gestiegene Zufriedenheit oder Wohlbefinden.
„Nutzen“ ist im Zusammenspiel mit „Ergebnis“ und „Wirkung“ ein wichtiges Konzept für die Evaluation von Beratung.

O

objektiv:
allgemeingültig, sachlich, vorurteilsfrei. Objektivität bezeichnet in der Testpsychologie das Ausmaß, in dem ein Testergebnis vom Versuchsleiter unabhängig ist.

orale Phase:
Die orale Phase ist nach S. Freud die früheste Phase der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. In ihr stehen orale Manipulation und Stimulation im Vordergrund des Interesses. Sie umfasst ungefähr das erste Lebensjahr.

Organisationskultur: 
Das Handeln innerhalb einer Organisation, die Beratung anbietet, wird von   Menschen gestaltet. Die Beziehungen zwischen verschiedenen Akteuren einer solchen Organisation und der Umgang miteinander sind durch die Organisationskultur geprägt. Die bewusste Gestaltung der Organisationskultur, d. h. die Art und Weise, wie die Mitarbeitenden, Mitarbeitergruppen, Führungskräfte miteinander umgehen, soll zur Umsetzung der Ziele, die mit und für die Organisation erreicht werden sollen, beitragen.

Organisationsübergreifende Schnittstellen und Prozesse:
Beratung ist häufig auf die Zusammenarbeit, die Kooperation und die Vernetzung verschiedener Organisationen angewiesen. Arbeiten mehrere Organisationen zusammen,
z. B. indem sie Ratsuchende weiter verweisen oder gemeinsam Unterstützungsangebote konzipieren und durchführen, entstehen Prozesse und Schnittstellen zwischen den Organisationen; diese bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit.

Organismus:
Der lebendige Körper eines Lebewesens als sinnvoll gegliedertes Ganzes

P

Performanz:
Ein in einer konkreten Situation gezeigtes Verhalten oder eine manifest erbrachte Leistung. Kann erheblich von einer latent vorhandenen ->Kompetenz auf einem bestimmten Gebiet abweichen.

Persönlichkeitsförderung:
Jeder Mensch muss sich laufenden Veränderungen in Familie, Beruf oder im sozialen Umfeld stellen. Gerade in Zeiten von starken Veränderungen ist eine stabile Persönlichkeit wichtig. Coaching will die Persönlichkeit bewusst fördern.

phonologisch:
Die Phoneme, also die kleinsten unterscheidbaren Lautelemente unserer Sprache, betreffend

Physiologie:
Wissenschaft der Lebensvorgänge von Zellen und Organismen

physiologische Psychologie:
Auch: Psychophysiologie. Teilgebiet der Psychologie. Sie untersucht die Beziehungen zwischen psychischen und physischen Prozessen.

Placebo:
Scheinarzneimittel, eine inaktive Substanz oder Behandlung, die keine direkte Auswirkungen auf die Erkrankung hat, aber dennoch zu einer Besserung oder Heilung führen kann.

Positionseffekt:
Die Erinnerung eines Lernelementes hängt von seiner Position im gesamten Inhalt ab: Randelemente werden besser behalten als die in der Mitte.

Posthypnotische Suggestionen:
Eine posthypnotische Suggestion ist eine in Hypnose erteilte Suggestion, die das Verhalten der Person nach der Hypnose-Sitzung beeinflusst. Posthypnotische Suggestionen sollen zu einem späteren Zeitpunkt, also nach der Hypnose-Sitzung, wirksam werden. Sie soll der Person helfen, eine gewünschte positive Veränderung zu realisieren.

postmentale Prozesse:
Postmentale Prozesse sind unbewusste Vorgänge im Gehirn, die nach einer Lernphase das Einprägen des Lerninhaltes vornehmen.

pragmatisch:
Mit Sinn für das Nützliche, auf für die Existenz wichtige Konsequenzen bedacht

primärer Verstärker:
Physiologisch fundiertes und erbbedingtes Motiv, das Verhalten belohnen und damit verstärken kann (z.B. Nahrung).

proaktive Hemmung:
Gedächtnishemmung, bei der der gegenwärtig gelernte Inhalt sich negativ auf die Einspeicherung von folgendem Lernstoff auswirkt.

Problem:
Schwierigkeit, von einem unbefriedigenden Ausgangszustand zu einem (eher) zufriedenstellenden Zielzustand zu gelangen

Professionelles Handeln, Professionalisierung:
Beratung ist ein Unterstützungsangebot für die Lösung von jeweils besonderen Problemstellungen, die aus Sicht des/der Ratsuchenden keiner eindeutigen Lösung zugänglich sind. Die Entwicklung individueller Lösungen mit dem Ratsuchenden bedarf des professionellen Handelns. Beratung als professionelles Handeln ergänzt und unterstützt die Fähigkeiten zur selbstständigen Problembearbeitung der Individuen (vgl. Dewe u. a. 1998: 18). Professionelle Tätigkeiten sind durch einen Prozess gekennzeichnet, der im Kern aus einer (individuellen) Diagnose bzw. Problemanalyse, der Ableitung von (geeigneten und nach dem Stand von Wissenschaft und Profession wirksamen) Lösungen oder Maßnahmen sowie der Umsetzung von Maßnahmen besteht (ebd.; vgl. auch Pfadenhauer/Brosziewski 2008). Professionalisierung kann auf der Ebene der Berufsgruppe oder auf der Ebene der einzelnen Beratenden erfasst werden. „In einem weiteren Sinn bedeutet Professionalisierung den Übergang von Tätigkeiten zu bezahlter Arbeit, die gewissen einklagbaren Qualitätsstandards unterliegt. In diesem weiteren Sinn können Personen oder Tätigkeiten sich professionalisieren, sie gewinnen an Professionalität“.
Professionalisierung umfasst neben der notwendigen Expertise auch auf der Ebene des Individuums die Frage von Ausbildung und Spezialkompetenz, die Existenz einer etablierten Berufsgruppe und die Anbindung an diese sowie das autonome, eigenverantwortliche Handeln.

Prognose:
Vorhersage zukünftiger Ereignisse aufgrund gegenwärtiger Tatsachen'

Progression:
In Hypnose Vorführung in eine Zukunftsvision.

Projektionsfelder:
Auch: Projektionsareale. Gebiete auf der Großhirnrinde, an denen spezifische Sinneskanäle aus der Körperperipherie enden.

Protokolle:
Protokolle sind für Rechnernetze von entscheidender Bedeutung. Sie legen die technischen Vorschriften fest, nach denen Daten zwischen den Rechnern übermittelt werden.

Pseudopause:
Eine während einer Lerneinheit auftretende Phase deutlich herabgesetzter Leistung. Pseudopausen lassen sich durch häufige, kurze Pausen vermeiden.

Psychoanalyse:
Von Sigmund Freud um 1900 entwickelte Forschungsmethode, welche darauf abzielt, die unbewusste Bedeutung von Worten, Handlungen oder Bildvorstellungen deutlich zu machen. Daraus entwickelte sich die psychotherapeutische Methode der Psychoanalyse, die sich auf diese Forschung gründet und sich entsprechender, spezifischer Interventionsmittel bedient.

Psychologie:
Die Psychologie ist eine empirische (auf Erfahrung beruhende) Wissenschaft, die das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür massgeblichen inneren und äusseren Ursachen beschreibt und erklärt. Die Psychologie ist ein wichtiges Instrument im Coaching. Ein Coach muss sich selbst und seine Menschen einordnen können, um eine zielgerichtete Beratung durchzuführen.

Psychomotorik:
Sammelbegriff für psychisch regulierbare Motorik, zu der Bewegungen, Haltungen und Tonus gehören.

Psychophysik:

Die Psychophysik befasst sich mit der Art und Weise, in der lebende Organismen auf die energetische Gestaltung ihrer Umwelt reagieren.

Q

qualitativ:
Bezeichnung von Merkmalen die ausschließlich in inhaltlich verschiedene Klassen gegliedert werden können, zwischen denen jedoch keine zahlenmäßigen Relationen bestehen.

Qualität:
Qualität ist der „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“ (DIN 9000: 2005, Nr. 3.1.1). Qualität ist also das Verhältnis von Anforderungen an die Beratung und der Erfüllung dieser Anforderung. Gemessen wird dieses Verhältnis an bestimmten Merkmalen, die zu definieren sind. Wichtig in diesem Qualitätsverständnis ist, dass jeweils zwischen den beteiligten Akteuren (Beratende, Ratsuchende, Anbieter, Auftraggeber, Wissenschaft) definiert werden muss, was die Anforderungen und Merkmale sind. Diese Aushandlung ist nicht frei von Spannungen. In die Definition von Anforderungen sind also in der Beratung, ebenso wie z. B. in Bildungskontexten, verschiedene Akteure involviert. So legen Anbieter von Beratung zusammen mit einem Auftraggeber (z. B. einer staatlichen Instanz) fest, mit welchen Ressourcen welche Art von Beratung angeboten werden soll. Im konkreten Beratungsprozess sind es dann die Ratsuchenden zusammen mit den Beratern, die zunächst klären, worin das Anliegen besteht, wie dieses bearbeitet werden kann und was der/die Ratsuchende erwarten kann (vgl. Schiersmann u. a. 2008: 26). Nicht zuletzt sind die Schaffung von empirischen Nachweisen durch praxisbezogene Forschung und die Beteiligung von Praktikern an Evaluation sowie die Rückkopplung der Ergebnisse z. B. durch Aus- und Weiterbildung konstitutiv für diesen Qualitätsbegriff.

Qualitätsmerkmal:
Ein Qualitätsmerkmal ist die „Kennzeichnende Eigenschaft“ eines Produkts oder   einer Dienstleistung (DIN 9000: 2005). Ein Qualitätsmerkmal kann qualitativer oder quantitativer Natur sein. Es gibt verschiedene Klassen von Merkmalen, z. B. verhaltensbezogene (z. B. Offenheit, Transparenz, Verlässlichkeit), zeitbezogene (z. B. Termineinhaltung, Verfügbarkeit) und funktionale (z. B. Spitzengeschwindigkeit eines Flugzeuges) (DIN 9000: 2005, Nr. 3.5.1).
Im hier relevanten Kontext werden die inhaltlich definierten Kategorien, z. B. Zugänglichkeit, Transparenz, Beziehungsaufbau, ausreichende Ressourcen etc., mit dem Begriff Qualitätsmerkmal  bezeichnet.
Die jeweils zugehörigen Indikatoren differenzieren die Qualitätsmerkmale aus und schaffen die Grundlage für eine (spätere) Normierung (Standardsetzung) bzgl. der Anforderungen an ein bestimmtes Qualitätsmerkmal.

quantitativ:
Bezeichnung von Merkmalen, die in ihrem Ausprägungsgrad variieren und daher einer Messung zugänglich sind.

Quasibedürfnis:

Quasibedürfnisse sind Gedanken, die Absichten enthalten und sind abhängig von echten Bedürfnissen. Sie können entstehen durch unerledigte oder nicht gelöste Aufgaben. Ein Quasibedürfnis erzeugt eine Spannung, die zur Beendigung der Aufgabe drängt. Es bleibt solange erhalten, bis die Aufgabe abgeschlossen ist.

R

Raikov-Effekt:
Der sowjetische Psychiater Dr. Vladimir Raikov entwickelte die Methode “Raikov-Effekt”, der  “künstliche Reinkarnation” genannt wird. Dabei versetzt er Menschen in tiefe Hypnose, um sie glauben zu lassen, sie seien tatsächlich zu einem grossen Genie der Geschichte geworden.

Rapport:
Vertrauen zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand; eine Art emotionale Brücke zwischen den beiden.

Reaktion:
Die Antwort, Auswirkung oder Handlung auf Grund eines Anlasses oder eines Reizes.

Reduktion:
Darunter versteht man eine Zurückführung auf Einfacheres oder Grundsätzliches bzw. den Denkschritt vom Einzelnen zum Allgemeinen (Induktion).

Redundanz:
Informationstechnischer Begriff, der eine eigentlich überflüssige Mehrfachkennzeichnung von Information innerhalb einer Zeichenfolge quantitativ beschreibt.

Referenzgruppe:
Werte dieser Gruppe werden als Vergleichswert oder Eichwert für andere Gruppen verwendet.

Reflex:
Unwillkürliche automatische Reaktion eines Organismus auf einen äußeren Reiz. Ein Reflex kann eine angeborene oder erworbene Verhaltensweise sein.

Reframing:
Umdeuten eines  negativen Sachverhalts oder einer negativen Eigenschaft durch Veränderung des Bildes in einen positiven Sachverhalt oder positiven Eigenschaft.

Reifung:
Autonomer Prozess der somatischen und psychischen Entwicklung, der unabhängig von äußeren Einflüssen abläuft.

rekursiver Prozess:
Man spricht von einem rekursiven Prozess wenn ein bestimmter Ablauf von Schritten mit jeweils verschiedenen Anfangswerten wiederholt durchlaufen wird.

Reproduktion:
Erinnern und Wiedergabe von Lerninhalten durch Wiedervergegenwärtigen

retroaktive Hemmung:
Rückwirkende Gedächtnishemmung bei der gegenwärtig gelernter Inhalt den Abruf von vorher Gelerntem behindert.

Retrograde Amnesie:
Rückwirkender Gedächtnisverlust, der für Ereignisse gilt, die vor dem Eintreten der Amnesie eintraten.

Reversibilität:
Umkehrbarkeit von logischen Verknüpfungen

S

Sanktionskontexte: 
Mit Beratung in Sanktionskontexten werden im Kontext des BeQu alle Beratungen bezeichnet, in denen die Ausgangssituation dadurch gekennzeichnet ist, dass eine ratsuchende Person die Beratung wahrnehmen muss und/oder unter einer drohenden negativen Folge (Sanktion) wahrnimmt (z. B. Beratung durchführende Organisationen im Bereich SGB II, in Hochschulen oder auch in Betrieben). Diese Ausgangssituation widerspricht zunächst dem Prinzip der Freiwilligkeit und belastet die Beziehung und das Zutrauen zur beratenden Person und zur Beratung. Es ist jedoch möglich und notwendig, dass trotzdem eine fruchtbare Beratungsbeziehung konstituiert wird.

Sättigung:
Zustand der Abneigung gegen eine wiederholt ausgeführte Handlung, der ähnliche Symptome wie die Monotonie aufweist. Diese Symptome verschwinden bei einem Wechsel der Tätigkeit

Schlüsselqualifikationen:
Diese Bezeichnung stellt den Versuch dar, unterschiedliche Fähigkeiten, welche von vielen Arbeitnehmern in der heutigen Arbeitswelt erwartet werden, begrifflich unter einen Hut zu bringen. Als Komponenten gelten im allgemeinen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz.

sekundäre Verstärker:
Verstärkend wirkende Faktoren, die nicht angeboren, sondern erlernt sind (z.B. Geld). Sie entstehen durch die ursprüngliche Erfüllung eines primären Motivs (z.B. Hunger), werden später aber davon unabhängig.

Selbstbestimmtes Lernen:
Ein maximal Selbstbestimmtes Lernen umfasst folgende vom Lerner festgelegte Bereiche: Aufgaben und Lernschritte, Regeln der Aufgabenbearbeitung, Lernmittel, -methoden und -werkzeuge, Zeitaufwand und Wiederholungen, Form der Rückmeldung und der sozialen Unterstützung. Diese Selbstbestimmung hat in jedem der Punkte ihre Grenzen. Sie kann jedoch als Idealziel formuliert werden.

Selbstdokumentation, Selbstbewertung:
Als Selbstdokumentation oder Selbstbewertung wird in verschiedenen Qualitätsmodellen (z. B. EFQM) die „umfassende, regelmäßige und systematische Überprüfung von Tätigkeiten und Ergebnissen“ bezeichnet (Zollondz 2001: 1075). Die Selbstbewertung erfolgt anhand eines Modells, von dem man annimmt, dass es die Organisation zu besseren Ergebnissen führt. Im BeQu ist ein solches Modell durch die QMM beschrieben. Im QER- Kreislauf erfolgt die Selbstbewertung im Schritt 2.

Selbstgesteuertes Lernen:
Hiermit wird ein Prozess bezeichnet, bei dem der Lerner alle Komponenten des Lernens, also Lernziele, Operationen und Strategien der Informationsverarbeitung, Bewertung, Rückmeldung und den Offenheitsgrad der Lernumwelt eigenständig regelt. Dies ist in der Praxis wohl eine Utopie.

Selbsthypnose:
Herbeiführen eines Hypnosezustandes durch eigene Kraft und ohne Hilfe anderer Personen. Im Grunde genommen ist jede Fremdhypnose auch eine Selbsthypnose, da Sie ja bei jeder Suggestion innerlich erst zustimmen müssen. Gegensatz Fremdhypnose.

Selbstmanagement:
Gestaltung des eigenen Lebens nach persönlichen Zielen und Bedürfnissen

Selbstorganisation:
Bestreben einer Person, in ihrer Umwelt so zu leben, wie es ihren eigenen Zielen und Bedürfnissen entspricht

Selbstorganisiertes Lernen:
Dieser Begriff ist eine weit gefasste und offene Bezeichnung. Darunter fällt jeder Lernprozess, der eigenständig strukturiert und geordnet wird. Er trifft das in der Praxis erreichbare Ziel recht gut.

Selbstreflexion:
Fähigkeit des Menschen, über die eigene Situation nachzudenken. Reflexionen von äußeren oder inneren Beobachtungen können als Chancen zum Erkennen von Problemen und Ansatzpunkten für Veränderungen angesehen werden. Selbstreflexion setzt das Vermögen zur differenzierten Selbstbeobachtung und eine gewisse Distanz zu sich selbst voraus.

Selbstsicherheit:
Fähigkeit, sich in der sozialen Umwelt so zu behaupten, dass eigene Bedürfnisse befriedigt werden

Selbstvertrauen lernen:
Selbstvertrauen braucht es, um sich beruflich und auch im privaten Umfeld durchzusetzen. Das Leben hat viele Situationen in denen ein starkes Selbstvertrauen notwendig ist. Um das Selbstvertrauen zu steigern, braucht es unter anderem auch einen Entscheid, was meinen Selbstwert ausmacht.

semantisch:
die Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks betreffend

Signifikanzprüfung:
Statistisches Verfahren, um festzustellen, ob bedeutsame Unterschiede zwischen zwei Versuchsgruppen bestehen.

Skinnerbox:
Apparat für Tierexperimente, der eine Vorrichtung enthält, mittels derer bei Druck auf einen Hebel ein Stück Futter in einen Behälter fällt. Die Skinner-Box wird vor allem bei Konditionierungsversuchen und Lernexperimenten verwendet.

soziale Deprivation:
Langfristiger Entzug von zwischenmenschlichen Kontakten

Sozialpsychologie:

Teilgebiet der Psychologie; erforscht das Denken, Fühlen und Handeln des Einzelnen in Interaktionen mit anderen und in Gruppen.

SQ3R:
Die SQ3R-Methode ist ein von Robinson entwickeltes Verfahren zum optimalen Bearbeiten eines Textes; die Buchstaben stehen für: S = Survey (Orientieren), Q = Question (Erwartungen und Lernziele), R = Read (Durchlesen), R = Recite (Aufbereiten), R = Review (Überprüfen)

Standardisierung:
Vereinheitlichung der Untersuchungsmethode, der Durchführung, Auswertung oder Interpretation der erhobenen Daten.

Standards: 
Standards sind „vereinbarte, festgelegte Maßstäbe, Zielgrößen oder Kennzahlen“ (Nötzold 2002: 193). Ein Standard ist eine normative Vorgabe qualitativer und/oder quantitativer Art bezüglich der Erfüllung vorausgesetzter oder festgelegter (Qualitäts-)Anforderungen. Die Qualitätsanforderungen, auf die sich die beteiligten Parteien im Konsens verständigt haben, bestimmen den Standard. Die Art und Weise der (Selbst-)Verpflichtung ist zu definieren. Ebenso bedürfen der Grad der Verbindlichkeit und die Tiefe und Exaktheit der Operationalisierung der weiteren Konkretisierung und Festlegung.
Für das Feld der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung müssen Standards auf dem Weg von Aushandlungsprozessen verschiedener Akteure festgelegt werden. Dabei sind voraussichtlich auch feldspezifische Differenzierungen erforderlich. Grundlage sind die QMM. Der Übergang von QMM zu Standards wird einige Zeit dauern, denn nötig ist neben der Einigung auch die Erfassung empirisch validierter Werte zu einzelnen QMM, die dann in die Standards einfließen können.

Standortbestimmung:
Eine Standortbestimmung in Begleitung mit einem Coach hilft sich selbst besser einzuordnen und mit sich umzugehen, und eine ausgewogene Work Life Balance zu erreichen. Jeder Mensch ist einzigartig und geht auch einen einzigartigen Weg. Eine Standortbestimmung hilft, sich zu orientieren und besser zu planen.

Stress abbauen:
Stress | Stress Management | Stressbewältigung
Mittlerweile haben die meisten Menschen Stress. Bei Kindern ist es der Schulstress, bei Studenten der Prüfungsstress und Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben Stress am Arbeitsplatz. Nicht zu vergessen der Stress im sozialen Umfeld. Ein Coaching hilft zum Beispiel im Bereich Stress unbeantwortete Fragen aufzudecken und hilft die eigenen Anforderungen richtig einzuschätzen - mit dem Ziel Stress abbauen zu können.

Stress:
Reaktion eines Individuums auf Anforderungen, die es momentan nicht bewältigen kann

Stressor:
innere und/oder äußere Anforderung, die zu Stress als Reaktion führt

Studiengang:
Ein Studiengang kann im Gegensatz zu Seminaren oder Kursen über mehrere Wochen oder auch Jahre dauern. Die Teilnehmer lernen sich besser kennen, können das Erlernte zwischen den einzelnen Schulungstagen anwenden und in der nächsten Lektion besprechen. Der Schulungsstoff ist umfangreicher, als bei einem Kurs. (Quelle: Ausbildung-Tipps.ch - Beispiel Studiengang Bereich Psychologie)

subjektiv:
für den Einzelnen oder den persönlichen Blickwinkel geltend

Supervision:
Liest man im Duden nach, dann ist Supervision „die Beratung eines Arbeitsteams, einer Organisation zur Erhöhung der Effektivität“. Supervision, bzw., der Supervisor begleitet Teams, Gruppen und Organisationen bei der Reflexion und Verbesserung ihres privaten, beruflichen oder ehrenamtlichen Handelns – vorwiegend aus dem Bereich Psychotherapie.

Superzeichen:
Ein Superzeichen ist die Zusammenfassung mehrerer Zeichen zu einem Komplex oder einer Klasse. Superzeichen erleichtern die Aufnahme und Verarbeitung komplexen Lernmaterials. Beispielsweise ist ein Wort, das sich aus mehreren Buchstaben zusammensetzt ein Superzeichen erster Ordnung.

Swot Analyse:

Eine Swot Analyse dient der Unternehmensanalyse und der Situationsbeurteilung, um anschliessend Strategien abzuleiten und gezielte Massnahmen zu treffen. Die in der Swot Analyse erarbeiteten Daten können für ein weiterführendes Coaching der Mitarbeiter verwendet werden.

Sympathie:
persönliche Zuneigung zu einer anderen Person

Symptom:
Anzeichen, Kennzeichen, Merkmal (z.B. einer Krankheit)

syntaktisch:
Den Satzbau und die formalen Beziehungen zwischen den Zeichen einer Sprache betreffend

Synthese:
Verbindung von Teilen oder Gegensätzlichem zu einer Einheit oder einem neuen Ganzen. Im dialektischen Denken bildet sich die Synthese aus einer These und der Antithese.

System:
Ganzheit, in der verschiedene Einzelteile sich (nach bestimmten Regeln) zusammenfügen

Systemisches Coaching:
Systemisches Coaching hat seine Wurzeln in der Familientherapie. Familientherapeuten haben erkannt, dass das Verhalten einzelner Familienmitgliedern nur im Kontext des ganzen Familiensystems zu verstehen ist. Übertragen auf das systemische Coaching bedeutet dies, dass das Verhalten einer Person nur im Zusammenhang mit dem entsprechenden Umfeld, z.B. dem Unternehmen oder der Abteilung zu verstehen ist und Menschen sich in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich verhalten. Im systemischen Coaching gehen wir davon aus, dass Menschen oftmals Situationen als gegeben annehmen müssen. Durch Änderung ihrer Haltung und damit ihres Verhaltens schaffen sie neue Bedingungen für ihr Umfeld, nehmen damit Einfluss auf das Verhalten der Menschen in ihrer Umgebung und verändern damit gleichzeitig das System. Voraussetzung für den Erfolg im systemischen Coaching ist, dass die Kundinnen und Kunden Verantwortung für ihre Situation übernehmen und an ihren Anteilen am Problem arbeiten.
Während beim „normalen“ Coaching, der Coach mithilft lösungsorientierte Vorschläge zu finden und auch selbst formuliert, nimmt er beim systemischen Coaching nur eine Beraterrolle ein. Das heisst, der Kunde ist selbst Experte für seine Probleme und Fragen, im Sinne von „Die Lösung liegt im Gegenüber“. Der Coach unterstützt ihn mit Fragetechniken, um den Weg zu den Lösungen zu finden. Systemisches Coaching ist zielorientiert und kann anhand konkreter, mit dem Kunden erarbeiteter Zielkriterien sach- und fachgerecht beurteilt werden.

T

Tanatos:
Der Todestrieb nach S. Freud

Tausendfüssler Effekt:
Automatisierte Handlungsabläufe können durch bewusste Steuerungsversuche gestört werden.

Teamentwicklung:
Ziel einer Teamentwicklung ist motivierte Teams, mit mehr Leistungsbereitschaft und schlussendlich mehr Erfolg. Jedes Teammitglied muss seine Motivation, seine Stärken und Schwächen kennen. Erst dann kann ein "ganzes" Team entstehen, das gemeinsam überzeugt. Der Coach erkennt Stärken und Schwächen und führt das Team zur optimalen Zusammenarbeit.

Tonus:
Nervlich bedingter ständiger Spannungszustand von Geweben, besonders Muskeln

Topologische Psychologie:
Durch Kurt Lewin 1936 begründeter Zweig der Psychologie. Der Mensch wird nicht losgelöst von seiner Umgebung analysiert, sondern in Verbindung mit den "Kräften" aus seiner Umwelt verstanden.

Trance:
Trance ist ein hervorgerufener Zustand der Bewusstseinsveränderung mit Einengung der Aufmerksamkeit, Minderung des Realitätsbezug und gesteigerter Suggestibilität.

Transparenz: 
Transparenz bezeichnet im Kontext von Qualität die zugängliche und verständliche Kommunikation eines Angebots, einer Leistung oder eines Beratungsprozesses. Transparenz ist die Grundlage für Entscheidungen und trägt dazu bei, Unsicherheit zu reduzieren. Relevant ist Transparenz i. d. S. für alle beteiligten Akteure: für Ratsuchende, für Beratung anbietende Organisationen, für Beraterinnen und Berater ebenso wie für politisch verantwortliche Akteure.

Trieb:
Biologisches Grundmotiv (z.B. Atmen, Durst, Hunger etc.)

Typologie:
Zuordnung von Objekten zu Gruppen aufgrund von bestimmten Merkmalen

U

Überlernen:
Fortsetzung des Lernens, obwohl der Stoff schon vollständig beherrscht wird.

unbedingter Reiz:
Bei der klassischen Konditionierung der Reiz der ursprünglich eine Reaktion auslöst.

Unbewusstes:
Umfassende Bezeichnung für alle psychischen Vorgänge, die von dem Menschen aus verschiedenen Gründen nicht bewusst aufgenommen oder wahrgenommen werden können, das Verhalten von Menschen aber trotzdem beeinflussen und steuern.

Unternehmensanalyse:
Die Unternehmensanalyse ist nicht nur im Bereich Coaching angesiedelt. Die Analyse hat jedoch oft auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter und auf deren Arbeitsstellen. In diesem Fall ist es wichtig, die Mitarbeiter entsprechend professionell zu coachen und in die neuen Arbeitsverhältnisse mit einem klaren Stellenbeschrieb zu führen.

V

Valenz:
Wertigkeit. In Lewins Feldtheorie die motivierende Anziehungskraft von Objekten im Feld

Variabilität:
Veränderlichkeit, Schwankung, Abweichung vom Durchschnitt

Variable:
veränderlicher Platzhalter. Gegenteil: Konstante

Vergangenheitsbewältigung:
Längst ist bewiesen, dass unsere Vergangenheit, Kindheit und intensive Erlebnisse im Leben uns beeinflussen. Vergangenheitsbewältigung wird leider oft negativ erwähnt. Sie ist jedoch bei besonders intensiven Kindheits- und Jugendjahren sehr aufschlussreich und hilft, das Vergangene besser einzuordnen und zu verstehen - und letztendlich damit umzugehen. Ein externer Coach hilft in den richtigen Schritten an und der nötigen Sensibilität an die eigene Geschichte heran zu gehen.

Vergessen:
Vergessen ist das nicht reproduzieren oder erinnern können von gelernten Inhalten.

Vergessenskurve:
Graphische Veranschaulichung der Vergessensgeschwindigkeit. Nach Ebbinghaus verläuft die Vergessenskurve reziprok zur Lernkurve.

Verhaltenstherapie:
Psychotherapeutische Anwendung experimentell begründeter Lernprinzipien mit dem Ziel, ungewünschtes Verhalten zu verändern. Neben der Psychoanalyse die am weitesten verbreitete Psychotherapieform.

Verknüpfungslernen:
Lernen durch das paarweise verlaufende Einprägen von Assoziationen

Versuch und Irrtum (trial and error):

Form des Lernens, bei dem die Irrtümer und Fehler allmählich vermieden und die richtigen, zum Ziel führenden Handlungen immer häufiger ausgeführt werden. Verhaltensweisen werden zum Zweck der Feststellung der Konsequenzen erprobt.

Versuchsgruppe, Experimentalgruppe:
Bedingung in einem Experiment, die einer experimentellen Behandlung unterzogen wird (im Gegensatz zu der Kontrollgruppe). Ein Vergleich der Ergebnisse der Kontroll- und Versuchsgruppe ermöglicht Aussagen über den Effekt der experimentellen Behandlung.

Vigilanz:
Wachheit. Aufmerksamkeitsleistung, bei der eine bestimmte Aktivität für einen längeren Zeitraum aufrechterhalten wird.

W

Wahrnehmungspsychologie:
Teilgebiet der Psychologie, das sich mit den physiologischen Vorgängen in den Sinnesorganen und den zentralen Wahrnehmungsprozessen bzw. der psychischen Empfindung dieser Vorgänge beschäftigt.

weißes Rauschen:
Eine Mischung aller hörbaren Tonfrequenzen.

Weiterbildung:
Weiterbildung ist notwendig, besonders in der heutigen Zeit. Weiterbildung bedeutet sich vorzubereiten auf Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, um die Kundenorientierung mindestens aufrecht zu erhalten, interne Abläufe zu gewährleisten oder auszubauen und dadurch einen Konkurrenzvorsprung zu erhalten oder erreichen.

Wirkungen von Beratung:
„Wirkung“ (Outcome) ist im Zusammenspiel mit „Ergebnis“ (Output) und „Nutzen“ (Impact) ein wichtiges Konzept für die Evaluation von Beratung. Während mit Ergebnissen (Output) die direkten am Ende der Beratung ablesbaren Sachverhalte bezeichnet werden (z. B. vermittelte Informationen oder eine getroffene Vereinbarung), werden mit Wirkung verschiedene Arten von Veränderungen verstanden, die auf der individuellen Ebene (Veränderung beim einzelnen Ratsuchenden) oder auf der gesellschaftlichen oder ökonomischen Ebene (kumulierte Veränderung) liegen können.
Als Wirkungen werden im hier relevanten Kontext also die im Anschluss der Beratung häufig erst mittel- und längerfristig feststellbaren Veränderungen verstanden – entweder bezogen auf die ratsuchende Person (z. B. Informiertheit, Entschiedenheit, erhöhte Selbstorganisationsfähigkeit, höhere Zufriedenheit in Ausbildung oder Beruf), auf tatsächlich realisierte Aktivitäten oder Statusveränderungen der ratsuchenden Person hinsichtlich Bildung, Beruf und Beschäftigung (z. B. erstellte Bewerbungen, aufgenommene Bildungsgänge, Aufnahme einer neuen Beschäftigung) oder in Bezug auf die gesellschaftliche Ebene (z. B. durchschnittliche Verkürzung der Übergangszeit in den Beruf, durchschnittliche Erhöhung  der Bildungsbeteiligung).
In Abgrenzung dazu wird mit dem Begriff Nutzen (Impact) das Verhältnis eingesetzter Ressourcen im Verhältnis mit den erzielten (in der Regel) finanziellen Auszahlungen verstanden.

Y

Yerkes-Dodson-Gesetz:
Das Yerkes-Dodson-Gesetz beschreibt einen umgekehrt U-förmigen Zusammenhang von Aktivierung und Leistung. Die Leistung wächst bei steigender Aktivierung bis zu einem mittleren Niveau. Mit weiter steigender Aktivierung sinkt sie wieder.

Z

Zeitmanagement:
Möglichst effektive Planung der zur Verfügung stehenden Zeit

Zielhierarchie:
Untergliederung eines Oberzieles in verschiedene Ebenen mit Teilzielen

Zertifizierung: 
Bezeichnet die „Ausstellung/Erteilung eines Zertifikats nach Prüfung, ob eine Leistung, eine Dienstleistung oder ein Produkt bestimmte festgelegte Normen, Standards oder Maßstäbe erfüllt oder erreicht. (...) Der Erwerb eines Zertifikats (…) kann u. U. zur Voraussetzung gemacht werden für die Anerkennung der Organisation durch staatliche Zuwendungsgeber; diese Anerkennung und Registrierung wird dann (oft) mit ‚Akkreditierung‘ bezeichnet“.